Ergebnisbericht für ein gemeinsames Stromnetz für Straßenbahnen und Busse
veröffentlicht am: 25.01.2024
veröffentlicht am: 25.01.2024
Wie können wir die Energieversorgung von Stadtbahnen und E-Bussen miteinander kombinieren und gleichzeitig die Kosten im Betrieb merklich senken? Das intelligente Gleichstromunterwerk GUW+ versorgt sowohl Stadt- und Straßenbahnen als auch Ladestationen für elektrische Busse. In Kombination mit stationären Energiespeichern, bspw. aus gebrauchten E-Bus-Batterien, lassen sich viele neue Funktionen generieren.
In dem GUW+-Projektkonsortium haben Alstom Transport Deutschland GmbH, Elpro GmbH, Fraunhofer IVI, TU Dresden, M&P GmbH einen Demonstrator mit 28 gebrauchten E-Bus-Batterien aufgebaut, der im täglichen Betrieb der ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe genutzt wird. Das Projekt wurde im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) in Höhe von 2,5 Millionen Euro gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt. Heute stellte das Konsortium im Rahmen der Abschlusspräsentation in Hannover die Ergebnisse der 4,5-jährigen Zusammenarbeit offiziell vor. Anschließend besichtigten die Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums, des Projektträgers und der NOW das innovative Gleichstromunterwerk im Betrieb in Hannover-Döhren.
Die Ergebnisse auf einen Blick
Oliver Hoch, NOW Bereichsleitung Elektromobilität und Ladeinfrastruktur: „GUW+ verfolgt das übergeordnete Ziel, den Markthochlauf der Elektromobilität im öffentlichen Nahverkehr umfassend zu unterstützen. Als besonders wertvoll erachten wir die netzdienliche und verkehrsträgerübergreifende Integration in die bestehende Infrastruktur und freuen uns, dass dieses Wissen nun auch anderen Verkehrsbetrieben zur Verfügung steht.“
Elke van Zadel, ÜSTRA Vorstandsvorsitzende: „Wir freuen uns, dass wir das innovative GUW+ im Rahmen unserer Elektrobusoffensive erproben konnten und nun auch erfolgreich im Betriebsalltag einsetzen. Für uns schließt sich dadurch der Kreis hin zur nachhaltigen Mobilität im Stadtbusverkehr.“
Dr. Carsten Söffker, Projektleiter Alstom: „In der Optimierung des Gesamtsystems stecken noch viele Potenziale. Es ist eine unserer Kernkompetenzen, die ÖPNV-Betriebe dabei zu unterstützen, die Herausforderungen der Verkehrswende effizient zu meistern.“
Foto: E-Bus beim Laden in Hannover-Döhren (Quelle: ÜSTRA)